Wie ernähre ich ein Baby richtig?
Mutter Natur macht es uns Menschen in der Tierwelt eigentlich vor. Viele Tiere säugen ihre Jungen. Wenn das nicht die effektivste und gesündeste Möglichkeit der Ernährung eines Babys wäre, hätte die Evolution beim Menschen schon lange dafür gesorgt, dass das nicht mehr möglich wäre. Also sollte man den Kinderärzten und Hebammen ruhig glauben, wenn sie betonen, dass man so lange wie möglich stillen soll. So manche frisch gebackene Mutter ist hier leider skeptisch, weil auf deutsch gesagt Angst hat, anschließend einen Hängebusen zu haben. Die Haut und das Brustgewebe sind vor allem in jüngeren Jahren derart elastisch, dass es sich nach dem Abstillen wieder zurück bildet und man trotzdem noch einen straffen Busen hat. Ansonsten kann man mit gezielten Massagen und Sport nachhelfen. Darüber hinaus kann man im Extremfall auch auf das Können gut geschulter plastischer Chirurgen vertrauen und was sind schon ein paar Tausend Euro für eine notwendige Brustkorrektur, wenn man dafür einem gesunden Kind einen guten Start ins Leben schenken kann.
Mit der Muttermilch bekommt das Baby immer die optimale Zusammenstellung der Nahrung. Eine der Voraussetzungen ist natürlich, dass die stillende Mutter sich selbst gesund ernährt. Blähende Speisen, Alkohol, Koffein, gesättigte Fettsäuren und stark zuckerhaltige Lebensmittel sollten unbedingt tabu sein. Außerdem sollte eine Mutti, die ihr Kind lange stillen möchte, unbedingt darauf achten, dass sie immer ausreichend trinkt. Schon im Normalfall wird für die gesunde Ernährung eine tägliche Flüssigkeitsaufnahme von zwei Litern empfohlen. Die Menge der abgegebenen Muttermilch sollte man dort noch dazu rechnen. Das kann man kontrollieren, indem man das Baby vor und nach dem Stillen wiegt.
Bei den Stillzeiten ist man heute deutlich flexibler als noch vor ein paar Jahren. An einigen Stellen wird auch heute noch darauf verwiesen, dass man das Baby alle vier Stunden anlegen soll. Hier ist man nicht gezwungen, nach der Uhr zu leben oder ein schlafendes Baby zum Stillen zu wecken. Allerdings sollte das Baby in den ersten Wochen und Monaten fünf bis sechs Mahlzeiten pro Tag erhalten, um sich gesund entwickeln zu können. Die Kinderärzte und Hebammen halten dazu Informationsmaterial bereit, in denen sich ein empfohlener Ernährungsfahrplan für das Baby findet.
Das Stillen hat bei genauer Betrachtung neben den gesundheitlichen auch noch ein paar ganz praktische Vorteile. Industriell hergestellte Babynahrung ist nicht gerade billig und die Zubereitung kostet trotz allem inzwischen eingebauten Komforts immer noch Zeit. Vor allem benötigt man sauberes warmes Wasser dazu, was man vor allem unterwegs nicht zur Verfügung hat. Das Baby an der Mutterbrust anzulegen, ist fast überall möglich. Selbst in der Öffentlichkeit wird es inzwischen von den meisten Menschen toleriert und als ein völlig natürlicher Vorgang angesehen. Wer sich da schämt, der findet in den meisten Kaufhäusern Wickelräume. Ansonsten sind Arztpraxen, Krankenhäuser und notfalls sogar die Polizeistationen gute Anlaufpunkte, wo man eine ruhige Ecke zugewiesen bekommt, in der man sein Baby anlegen und füttern kann.