Kindersitze – Vorsicht an heißen Tagen!

Im Sommer kann man sich am Lenkrad leicht die Hände verbrennen, wenn man sich beherzt ins Auto schwingt, dass stundenlang in der prallen Sonne stand. Es dauert nur den Bruchteil einer Sekunde bis man die Hand zurückzieht. Ein Kindersitz kann sich ebenso aufheizen wie das Lenkrad. Bis man die Kleinen jedoch nach dem ersten Schreck wieder aus dem Sitz gehievt hat, können sie sich schmerzhafte Verbrennungen zugezogen haben, denn ein dunkler Kindersitz kann in der prallen Sonne bis zu 70 Grad heiß werden. Darauf wies jüngst ein österreichischer Automobilclub  (ÖAMTC) hin. Prüfen Sie also unbedingt, ob der Kindersitz eine erträgliche Temperatur hat, bevor Sie Ihre Tochter oder Ihren Sohn hineinsetzen!

Was kann man tun, damit der Kindersitz nicht zu heiß wird? Wählen Sie beim Kauf einen hellen Kindersitz! Hier ist nicht nur der Bezugsstoff gemeint. Vor allem die Plastikteile werden schnell heiß. Sollte es den Kindersitz Ihrer Wahl nicht mit hellem Plastik geben, achten Sie darauf, dass der Bezug vollständig über die Konstruktion gespannt ist. Um ein Aufheizen während längerer Parkzeiten zu verhindern, können Sie den Kindersitz mit einem hellen Tuch abdecken. Ist abzusehen, dass das Auto mehrere Stunden in der prallen Sonne steht, etwa bei einem Ausflug oder einem Besuch bei Freunden und Verwandten, sollten Sie das Abdecktuch gut feucht machen.

Lassen Sie sich keinesfalls aufgrund von Zeitdruck dazu hinreißen, eine Decke oder ein Kissen auf den heißen Kindersitz zu legen statt ihn abkühlen zu lassen! Die Sicherheit Ihres Kindes könnte dadurch massiv gefährdet werden, wenn beispielsweise durch den zusätzlichen Stoff der Gurt nicht mehr richtig anliegt. Außerdem sind die Kindersitze so geformt, dass selbst die Kleinsten längere Zeit darin liegen oder sitzen können, ohne dass Rückenprobleme auftreten. Diese Ergonomie wird durch Kissen und Decken ausgehebelt.

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