Gute Vorbereitungen für die Geburt treffen
Wenn ein Kind unterwegs ist, dann ist es völlig natürlich, dass man sich ab einem gewissen Zeitpunkt auch Gedanken über die Geburt macht. Die moderne medizinische Betreuung von werdenden Müttern ist dort heute deutlich flexibler, als das noch vor wenigen Jahrzehnten der Fall war. Die werdende Mutti kann sich entscheiden, ob sie ihr Kind im Rahmen einer stationären Aufnahme in ein Krankenhaus, während einer ambulant betreuten Geburt oder zu Hause mit der fachkundigen Hilfe einer geschulten Hebamme bekommen will. Außerdem stehen so genannte Geburtshäuser zur Verfügung, deren Ambiente eher an ein Hotel als an eine Entbindungsstation erinnert.
Eine Geburt zu Hause setzt jedoch voraus, dass bei Mutter und Kind gesundheitlich alles in Ordnung ist und auch von der Lage her keine Komplikationen zu erwarten sind. Zwar verfügen viele Geburtshäuser über Fachärzte, doch auch hier stehen keine sterilen Räume mit Operationstechniken zur Verfügung. Werdende Mütter mit einem Kind in Quer- oder Steißlage sollten sich deshalb im Sinne ihrer Gesundheit und der ihres Babys auf jeden Fall für eine Klinik entscheiden.
Die meisten Kliniken, in denen Entbindungen durchgeführt werden, kann man vorher besichtigen. Dabei kann auch abgeklärt werden, unter welchen Umständen es dem Vater ermöglicht werden kann, bei der Geburt seines Kindes dabei zu sein und auf welche Weise man hier sein Kind zur Welt bringen kann. Viele klassische gynäkologische Kliniken und Krankenhäuser mit Entbindungsstationen bieten unterschiedliche Räumlichkeiten mit sehr differenzierter Ausstattung an und wer beispielsweise eine Wassergeburt bevorzugt, sollte sehr genau nachfragen, wobei auch hier gesundheitliche Aspekte eine große Rolle spielen.
Während der Schwangerschaft sollte auch der Körper der Mutter auf die bevorstehende Geburt möglichst gut vorbereitet werden. Dazu bieten die Krankenkassen die Übernahme der Kosten für eine Schwangerschaftsgymnastik an, bei der die werdenden Mütter nicht nur lernen, wie sie ihren Rücken entlasten können, sondern bei der auch die Beckenboden- und Bauchmuskulatur gekräftigt wird, um den bei der Geburt entstehenden Belastungen möglichst gut standhalten zu können. Bei diesen auf die Geburt vorbereitenden Schwangerenkursen werden auch Atemtechniken vermittelt, mit deren gezielter Anwendung man die Geburtsschmerzen deutlich verringern kann.
Zu den Vorbereitungen auf die Geburt gehört es natürlich auch, eine Tasche für die Klinik zu packen. Dort sollten neben den Ausweisen und der persönlichen Wäsche sowie Waschzeug auch ein Kissen und ein kompletter Satz Bekleidung für das Kind nicht fehlen. Auch Geld sollte man sich einpacken, denn in vielen Kliniken wird das professionelle Fotografieren der Kinder unmittelbar nach der Geburt angeboten.
Je nach Konstitution der Mutter nach der Geburt gibt es in vielen Entbindungsstationen die Möglichkeit, die Kinder entweder in der Obhut der Kinderschwestern zu belassen oder sie im Rooming in Verfahren neben dem eigenen Bett stehen zu haben. Da das noch nicht überall möglich ist, sollte man bei der Besichtigung der Klinik zielgerichtet danach fragen