Gesund und glücklich durch die Schwangerschaft

Die wichtigste Erkenntnis für jede werdende Mutter ist, dass die Schwangerschaft ein völlig natürlicher Vorgang ist, der zwar mit allerlei Unannehmlichkeiten einher gehen kann, aber keine behandlungsbedürftige Krankheit ist. Mit einer gesunden Ernährung und einem ausgewogenen Verhältnis aus Aktivität und Erholung kann man sein normales Leben weitestgehend weiterführen.

Eine Ausnahme muss aber dort gemacht werden, wo die Schwangere ihre Arbeit an einer Stelle ausführt, bei der ständiges Bücken und schweres Heben erforderlich ist. Das ist weder der werdenden Mutti noch dem im Bauch heranwachsenden Baby zuträglich. Diesem Fakt hat der Gesetzgeber mit den Bestimmungen zu arbeitsschutzrechtlichen Aspekten des Mutterschutzes Rechnung getragen. Der werdenden Mutter muss dann vom Arbeitgeber unter Umständen ein Schonplatz zur Verfügung gestellt werden.

Wichtig für die Gesundheit von Mutter und Kind sind auch die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen, die von den Krankenkassen normalerweise in vollem Umfang getragen werden, egal ob man zu den gesetzlich Pflichtversicherten gehört oder einen Vertrag über eine private Krankenversicherung abgeschlossen hat. Bei diesen Untersuchungen prüft der Gynäkologe nicht nur, ob der Muttermund geschlossen ist, sondern behält auch die Entwicklung des Blutdrucks, des Gewichts und der Blutwerte der Mutter im Blick. Oft bildet sich eine Schwangerschaftsdiabetes, die in den meisten Fällen mit einer zielgerichteten Umstellung der Ernährung behoben werden kann. Nur in wenigen Ausnahmefällen ist ein Eingreifen mit Medikamenten erforderlich.

Besonderes Augenmerk wird auch auf die Entwicklung des ungeborenen Kindes gelegt. Mit Ultraschalluntersuchungen sind sogar Vermessungen von Größe und Gewicht möglich. Auch die Entwicklung des Skeletts und des Herzens kann schon im Mutterbauch verfolgt werden. In gewissen Abständen wird der Gynäkologe die werdende Mutter auch an andere elektronische Untersuchungsgeräte anschließen. Sie dienen zur Kontrolle der Herztätigkeit des ungeborenen Kindes und können nebenbei erfassen, ob es bereits zu einer vorzeitigen Wehentätigkeit kommt, der man gegebenenfalls mit hemmenden Medikamenten begegnen kann, um dem Kind einen größtmöglichen Entwicklungszeitraum innerhalb des schützenden Mutterbauches verschaffen zu können.

Große Aufmerksamkeit sollte bei der werdenden Mutter der Wirbelsäule und den Bandscheiben geschenkt werden. Sie werden durch die Gewichtszunahme an sich und auch durch den sich nach vorn verlagernden Schwerpunkt stark gefordert. Oft kommt es zu Ischiasbeschwerden, denen man aber vorbeugen kann, indem man schon in der Anfangsphase einer Schwangerschaft durch zielgerichtete sportliche Aktivitäten die Rückenmuskulatur stärkt und so die Wirbelsäule samt Bandscheiben entlasten kann.

Als besonders belastend empfinden viele werdende Mütter die morgendliche Übelkeit der ersten Wochen und Monate. Hier kann man den Magen mit verschiedenen Tees beruhigen. Vor allem sollte man trotz des vorhandenen Brechreizes nicht mit nüchternem Magen aus dem Haus gehen. Hat die Magensäure nichts zu tun, knabbert sie nämlich auch gern die eigenen Magenschleimhäute an, was zu Reizungen, Entzündungen und in der Folge auch zu Geschwüren führen kann. Notfalls helfen vom Gynäkologen verschriebene Medikamente, den Brechreiz wirksam zu unterdrücken.

Lass uns darüber reden
Name und Email sind nötig
Beteilige Dich an der Diskussion